Der Mensch im Mittelpunkt
 

«Die Behandlung beim Homöopathen»


In der Homöopathie behandelt man nicht eine Krankheit, sondern den Menschen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Therapieformen. Bei der Behandlung steht der Mensch als Ganzheit im Mittelpunkt, da die Erscheinungen und Symptome eines Menschen nicht losgelöst von dem Individuum betrachtet werden können.

 

Schon beim ersten Termin wird dem Patienten bewusst, dass ein grosser Unterschied zwischen einer ärztlichen und homöopathischen Praxis besteht. Nicht ein schneller Wechsel der Patienten bestimmt das Bild, sondern dem Kranken wird viel Zeit gegeben, um über seine Probleme zu sprechen.

Ein erster Besuch beim Homöopathen dauert dann auch sicherlich 1 - 2 Stunden. Diese Zeit ist notwendig, um alle Symptome eines Patienten zu erfassen. Hierbei ist der Homöopath nicht nur an den körperlichen, sondern auch an den psychischen Symptomen interessiert, an allem Wichtigen, aber auch - und dies überrascht viele Patienten - an dem, was dem Patienten unwichtig erscheint.

Nicht nur alle körperlichen Beschwerden werden besprochen, der Homöopath möchte auch wissen, ob es Umstände gibt, welche die Beschwerden verbessern oder verschlechtern, ob sie speziell während bestimmten Zeiten auftreten oder wie sich die Schmerzen anfühlen (Beispiel Kopfschmerzen: stechend, drückend, klopfend, pulsierend usw.). Im Weiteren sind Angaben über Nahrungsmittelverlangen und –abneigungen wichtig, Wetterfühligkeiten (ist dem Patienten schnell zu warm oder eher kalt), Besonderheiten beim Schlafen und Träumen. Mindestens genau so wichtig sind alle Aspekte der Gemütsverfassung (z.B. leichtes Weinen, Verlegenheit, Traurigkeit ..). Auch die mentale Funktion (Gedächtnis, Konzentrationsvermögen usw.) ist von Bedeutung.
Bei all dem aber ist es für den Homöopathen nötig, sich Aufzeichnungen zu machen. Alles, was für die Heilmittelfindung wichtig ist, wird wortwörtlich, in der Sprache des Patienten erfasst. Jede Unklarheit, jede Interpretation wird dabei vermieden.

Im Allgemeinen ist es so, dass der Homöopath nach diesem ersten Besuch das komplette Bild, das er von einem Patienten gewonnen hat, einer tieferen Analyse unterzieht, um so zu einer exakten Wahl des am besten passenden Arzneimittels zu kommen. Ein Hilfsmittel hierbei ist das Repertorium, ein dickes Buch, worin eine riesen Anzahl Symptome und die entsprechenden Arzneimittel übersichtlich aufgelistet sind. Meistens blättert der Homöopath schon während des ersten Besuches in diesem Buch herum oder er sieht auf dem Computerbildschirm nach. Dies tut er nicht etwa, weil er nicht weiss, wonach er sucht, sondern weil er alle Symptome des Patienten einordnet und sie somit mit denen im Repertorium vergleicht.

 
 

Dauer der Behandlung

Für die Dauer der Behandlung gibt es keine festen Richtlinien. Sie ist abhängig von vielen Faktoren. Es passiert höchst selten, dass jemand nach der ersten Behandlung vollkommen genesen ist und keinerlei Beschwerden mehr hat. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass der Organismus vor allem dann Zeit benötigt, wenn man bereits einige Jahre unter einer chronischen Erkrankung gelitten hat. Die Dauer des Genesungsprozesses ist abhängig von der Vitalität des Patienten und der Dauer des Bestehens der Beschwerden.
Bei akuten Beschwerden vitaler Patienten (bei Kindern z.B.) kann eine Heilung innerhalb von Stunden (manchmal sogar Minuten) stattfinden. In den meisten chronischen Fällen jedoch dauert es ein paar Monate, manchmal sogar Jahre. Im letzteren Fall können 6-10 Termine pro Jahr notwendig sein.


» Aktuell     » Homöopathiebuch     » Bioresonanz